Ich spreche mit meiner Klientin Viviane über ihren Weg raus aus dem emotionalen Hunger und darüber, was sich im Laufe unserer gemeinsamen Arbeit verändert hat. Was viele daran überraschen wird: Wir haben im gesamten Prozess erstaunlich wenig über Essen gesprochen und genau das hat letztlich zur Veränderung geführt.
Im Gespräch geht es um die Zeit davor, um das, was Viviane bereits ausprobiert hat und warum vieles davon nicht nachhaltig funktioniert hat. Es geht um den Einstieg in den gemeinsamen Prozess und darum, was sich Schritt für Schritt verändert hat. Nicht nur im Essverhalten, sondern auch im Blick auf das Thema Gewicht und Abnehmen, im Körperbild und vor allem in der Beziehung zu sich selbst.
Dabei wird deutlich, dass der alleinige Fokus auf Essen oft genau das ist, was Veränderung verhindert.
Im Prozess haben wir den Blick bewusst weiter gefasst und den Fokus immer wieder auf das große Ganze gelegt. Ein zentraler Teil davon war die Verbindung zu sich selbst und die Frage, wie sich diese Beziehung verändert, wenn sie nicht mehr über Kontrolle in Bezug auf Essen oder den eigenen Körper gesteuert wird.
Wir sprechen auch darüber, was sich zwischendurch schwierig angefühlt hat, welche Veränderungen tatsächlich eingetreten sind und woran sich diese überhaupt zeigen. Darüberhinaus schauen wir uns an, welche Rolle Spiritualität in diesem Prozess gespielt hat, nicht als abstraktes Konzept, sondern als etwas Alltagsnahes, das sich im eigenen Erleben entfalten durfte.
Dieses Gespräch ist kein Vorher-Nachher und kein schneller Lösungsweg, sondern ein ehrlicher Einblick in einen Prozess, der sich langsam und im richtigen Tempo für Viviane entfalten durfte.
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